Die unerschöpfliche Kreativität des New Yorker Jazzpianisten Richie Beirach ist hinlänglich bekannt und findet ihren Ausdruck in unzähligen Schallplattenproduktionen mit den Großen der internationalen Jazzszene.
reddie Hubbard, Lee Konitz, Chet Baker, John Abercrombie, Jack DeJohnette und viele andere gehören zu seinen Partnern. Mit seinen Kompositionen wie ELM, EON oder HUBRIS, die noch immer eine Herausforderung für junge Pianisten darstellen, hat Richie Beirach Jazzgeschichte geschrieben.
zusammen mit Größen wie Hancock, Corea und Jarrett ist es ihm gelungen, das Erbe von Bill Evans weiterzuführen und dabei einen eigenen und unverkennbaren persönlichen Stil zu entwickeln. Seine Musik kann nach wie vor von niemandem umgangen werden, der heute Jazzpiano spielt.
Der Jazzgeiger und Pianist Gregor Hübner ist eine seltene Mehrfachbegabung und ehemaliger Schüler von Beirach. In New York wurde er mit dem Presidents Award ausgezeichnet, 1998 gewann er den Jazzpreis von Baden-Württemberg. Neben seinen anderen zahlreichen Projekten ist Gregor Hübner seit 1996 der feste Duopartner von Richie Beirach; des weiteren ist er zusammen mit George Mraz und Billy Hart Mitglied des Richie Beirach Quartets. Ein weiteres Projekt ist das "Gregor Hübner Quintet", mit den bekannten amerikanischen Jazzgrößen Tim Hagans (tr) und Harvie Swartz (b) sowie den deutschen Talenten Holger Nell (dr) und Andie Maile (saxes). Auch mit Harvie Swartz’sEye Contact und Juan Carlos’s Son Radical tourt Hübner durch die internationale Jazzszene.
George Mraz wurde 1944 in Pisek geboren was in der heutigen Tschechei liegt. 1966 beendete er seine klassischen Kontrabass Studien am Konservatorium in Prag. 1968 siedelte er nach New York über.
Als Mitglied des Oscar Peterson Trio, desThad Jones Trio, des Tommy Flanagan Trio, des Joe Henderson Trio und vielen anderen international anerkannten Gruppen, wurde er einer der meistbeschäftigsten Bassisten im Jazz. Mit Richie Beirach arbeitet er seit 1967.
2000: "Round about Bartók" (ACT 9276-2) featuring George Mraz:
ichie Beirach und George Mraz gehören schon lange zu den kreativsten Improvisatoren der New Yorker Szene. Der junge Geiger Gregor Huebner ging 1994 von Stuttgart nach New York und arbeitet seitdem regelmässig mit Richie Beirach. Die drei erzählen mit ihren Improvisationen von Liebe, Spannungen, Widerspruch, Übereinstimmung. Sensibel entwickelt jeder fort, was die anderen vorlegen: eine Utopie der Freundlichkeit. Die Harmonie und Eleganz, mit welcher die drei Melodien auskosten, wirkt wie ein Gegenentwurf zum weltweiten Chaos.
Wie die zitierten Klassiker der Moderne Alexander Scrjabin, Ciprian Porumbescu, Zoltan Kodály und Bela Bartók basieren die meisten Themen auf Volksliedern aus Russland und Rumanien. Manchmal fühle er sich "wie Bártoks Großneffe in New York", sagt der, und damit meint er seine innere Verwandtschaft mit dem harmonischen Empfinden des Ungarn und dessen Art, volkstümliche Melodien aufzugreifen und sie in seine ureigenste Musik umzuwandeln. Für dieses Herangehen "ist Bartók der ideale Komponist", ergänzt George Mraz. "Seine Musik bewegt sich nahe am Jazz."
2001: "Round about Federico Mompou": (grammy nomminated 2002) :
ach dem Erfolg von Round about Bartok haben die drei Musiker einen weiteren Komponisten der klassischen Moderne entdeckt. Entdeckt im engeren Wortsinn, denn noch ist sie klein, die Schar der Verehrer von Federico Mompous gänzlich unspektakulärer Musik, die doch aufhorchen lässt, sobald man mit ihr in Kontakt kommt.
rei Virtuosen des freien Umgangs mit musikalischen Vorgaben stoßen hier auf einen bis ins kleinste Detail an seinen Miniaturen feilenden Komponisten, dem alles Virtuose ausdrücklich fremd war. Das konnte nur gut gehen, weil ihnen als Jazzmusikern gelingt, was Beirach so sehr an Alicia de Larrochas klassischen Mompou-Interpretationen schätzt: nicht analytisch zu spielen, sondern "absolutely natural" - als hätten ihre Mütter sie mit der "Musica Callada" in den Schlaf gesungen.
2003: "Round about Monteverdi":
Über melodische Themen aus Madrigalkompositionen von Claudio Monteverdi und Kompositionen von Palestrina, Pergolesi und Gesualdo improvisieren die drei Musiker auf einzigartige Weise
Die neueste CD, “Duality, the first 10 years” bei dem label Niveau Records erschien im Jahr 2007. Auf dieser CD stellen die die beiden Musiker 13 ihrer Kompositionen im Spannungsfeld zwischen Jazz und Klassik vor.
Neben Konzert und Festivalauftritten fanden bereits Workshops und Meisterklassen für Piano, Violine und Ensemble sowie Impro- und Komprovisationsworksshops mit Jazzern und Klassikern an Musikhochschulen und anderen Institutionen in Hamburg, Hannover, Köln, Leizig, Berlin, Dresden, Essen und Bielefeld statt.
Hierzu Thomas Hufschmidt, Professor für Jazzpiano an der Folkwang Musikhochschule in Essen:
Die besten Workshops, die ich je erlebt habe" (NRZ 20.5.00)
Aktuelle CDs:
R. Beirach Trio:
The Snow Leopard", New York 1997 (alfa, evidence, harmonia mundi)
mit G. Mraz, B. Hart, G. Hübner
R. Beirach/G. Hübner:
New York Rhapsody",Tokuma, Japan 1998
R. Beirach - G. Hübner Duo feat. George Mraz:
Round about Bartók", ACT 2000
R. Beirach - G. Hübner Duo feat. George Mraz:
Round about Federico Mompou", ACT 2001
R. Beirach - G. Hübner Duo feat. George Mraz:
Round about Monteverdi", ACT 2003
R. Beirach Trio:
No Borders",New York 2003 (venus records)
mit G. Mraz, B. Hart, G. Hübner
R. Beirach - G. Hübner Duo
“Duality”, Niveau Records 2007
Aktuelle Pressestimmen:
“In den 13 Titeln dieser CD ist kein Ton überflüssig, kein Solo zu lang. Der CD-Titel ist gleichzeitig Versprechen: The first 10 years, “Duality” macht neugierig auf die nächsten.”
Thorsten Meyer Jazzpodium August 2007
“Beirach und Hübner gelang ein anspruchsvoller und unterhaltsamer Spaziergang durch die Klanggalerie der Möglichkeiten des musikalischen Dialogs.”
Ralf Dombrowski Südduetsche Zeitung 25.05.07
“What isencouraging about this recital is that the players have not merely attempted a pastiche of Monteverdi, Palestrina, Schütz, Gesualdo and the like: they have respected the humanity of the music and brought there own humanity to it. Maybe the best of the series to date.
Guardian 2003 Keith Sadwick
"Es ist noch nicht zu spät, die Chance eines der faszinierendsten Jazzduos zu hören kommt wieder. ... Hübner geigte im steten Gedankenaustausch mit Beirach wunderbare Dinge, die bei aller Romantik selten so unsentimental und authentisch zu hören sind"
Hann. Allgem. Zeitung, 12.6.98
".. ein beeindruckender Improvisator fern aller Klischees, der nicht nur Bill Evans ... sondern auch Schoenberg, Debussy und Bartók zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt .."
Hamb. MoPo, 6.5.99
" ... immer wieder Zwischenapplaus während der atemlosen Eskapaden und Musikjonglagen ... die Töne fetzen regelmäßig ... der Rhythmus reisst mit."
Baden-Baden, 1.6.97
"Er zelebriert Jazz zum Luftanhalten, beherrscht als einer der wenigen die Synthese von Klassik und Jazz"
Reutlinger Tageblatt, 28.5.97
"Die Beiden bewiesen, wie grenzenlos Musik ist."
SZ, 17.05.97
"Modern Jazz dieses Niveaus bekommt man ... nur selten zu hören, ..Beirach und ..Hübner zeigten welche Möglichkeiten kammermusikalischer Jazz ohne elektronische Effekte noch immer hat."
LN 9/10 Mai 1999
"Sanfte, lyrische Stimmungen zaubert das Duo mit Klavier und geige und verbindet die osteuropäische Klassik sogar nahtlos mit swingendem Jazzmaterial... das war intime Kammermusik auf höchstem Niveau".
NRZ, Lokalteil Essen, 20.5.00
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